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Pen and Paper Arkovia: Seltsame Vorfälle im Museum I

3. Oktober 1152 seit Gründung

 

Am Vormittag

 Wir erwachten am späten Vormittag. Nebelig und diesig erwartete uns der neue Tag. Ich hatte lebhaft geträumt, verständlich nach diesem Abenteuer. Doch meine Träume verfolgten mich noch in den Tag hinein. Sie waren voller Geister, Seelen, seltsamen Tieren und Welten gewesen... und zu allem Unglück weckte mich Daevas auch noch mit seinem (wunderschönen) schrecklichen Gesang... (He ich muss doch schließlich üben wenn ich im nächsten Theaterstück einen Auftritt ergattern sollte!) 

 

Anakis war inzwischen schon aufgestanden und traf in der Küche auf Matthews unseren jüngsten Theaterbewohner. Er war gerade dabei uns ein Frühstück zuzubereiten und Spiegeleier zu braten. Er schien damit jedoch so seine Schwierigkeiten zu haben und so kam Ana auf die Idee ihm zur Hilfe anzubieten (Oh Oh... rennt um euer Leben!) Nun, leider ist es um ihre Kochkünste wohl noch schlechter bestellt als um ihre Medizinkünste und so fiel ihr die Butter in die Flamme, was eine riesige Stichflamme verursachte. 

 

Die Einzige, die daran so richtig Spaß zu haben schien war Fluff, die beim Anblick der Flammen erfreut maunze. Durch das Chaos angelockt kam ich in die Küche gerannt, schaffte es zum Glück Fluff in ihre Wasserform zu zwingen indem ich ihr Speck anbot und so löschte sie das Feuer bevor es sich ausbreiten konnte. Noch immer zufrieden schnurrte sie, während ich sie fütterte. 

 

Währenddessen waren auch Victor und seine Frau aufgewacht und diskutierten gerade. Sie war nicht gerade begeistert darüber, dass es gestern einen Kampf gegeben hatte und beschwerte sich: „Seit diese Gäste hier sind ist es immer aufregender. Ich hoffe, dass du keinen Unsinn machst“ (Ach das würden wir doch nieeemals tun!) Unser verbranntes Frühstück entging ihr natürlich nicht und Victor gesellte sich zu uns in die Küche. Den peinlich berührten Matthews versuchte ich aufzumuntern, strubbelte ihm durch die Haare und versuchte dann durch einen Zauber unser Essen genießbarer zu machen, was mir auch gelang (Nur Ana hatte ihre Portion schon vorher verputzt) 

 

Wir unterhielten uns darüber, dass das Hafenbecken gerade wieder leer war. In 4-5 Wochen sollte der nächste Zyklus sein und es gab viele Spekulationen dass es noch weiter trocken bleiben sollte. Viele Waren, wie z.B. der Wein waren schon sehr knapp oder ausverkauft (Neeein, was tun wir bloß, in nüchternem Zustand ertrage ich dich noch weniger! ) Zane schien deswegen auch schon nervös zu werden (wenigstens einer der mich versteht) Honig hatten wir nun auch schon seit Wochen nicht mehr gegessen. Beatrice überraschte uns alle, indem sie vorschlug doch einen Ausflug zum Hafen zu machen da sie in Situationen wie diesen, gerne Leute beobachte denen es noch dreckiger ginge, da sie sich dann besser fühle (Ich mag diese Frau langsam wirklich)

 

Zane erzählte uns gerade etwas über die fiesen Bandenkriege in der Gegend als es auf einmal an der Tür wumperte. „Im Namen des Glaubens, aufmachen!“ (Oh oh schnell weg hier!) Ich verschwand blitzschnell in die Küche während Ana und Beatrice an die Tür gingen. Davor standen 8 Gestalten in Kirchenroben und Rüstungen der Kirche des Wahren Glaubens (na die haben ja echt noch gefehlt) Eine Frau in pompösen, blütenweißen Gewand sprach uns an. Sie strotze nur so vor stolz und hielt den Kopf hoch erhoben. (pff eingebildete Kuh, so hübsch war sie nun auch wieder nicht) Sie wollte mit uns reden und schritt ins Theater, wo sie doch promt anfing darüber zu lästern, es sei ja viel kleiner als gedacht.

 

Sie erzählte sie sei um die öffentliche Ordnung bemüht und ihr seien Gerüchte zu Ohren gekommen. Die Leute würden schon reden und man müsse bedachte sein, dass das Volk nicht in Hysterie verfalle. Die Menschen sein so unsicher, man müsse ihre Alltagssorgen ausmerzen und sie wieder Gottgläubigkeit und Buße lehren (gääähn )

 

Sie hätte außerdem gehört eine Person hätte sich ungebührlich verhalten und es habe einen Vorfall in der Kirche gegeben (von wem sie wohl spricht... bestimmt nicht von dir) Sie hielt ein Portrait von mir in die Höhe, auf welchem ich allerdings um einiges teuflischer wirkte, als ich bin (Ja, wir wissen ja schließlich alle was für ein Engel du doch bist...) Schnell veränderte ich durch einen Zauber meine Haarfarbe, sodass sie nun schwarz waren und trat schließlich auch aus der Küche. Auch meine Augenfarbe hatte ich geändert. Wir versicherte Eore dass wir ihr auf jeden Fall mitteilen würden, sollten wir diese schreeeckliche Person sehen und erzählten ihr dann noch von unserem neuen Stück und luden sie dazu ein. Es sollte die Leute zum Glauben führen und die Kirche in einem guten Licht präsentieren. Natürlich logen wir von vorn bis hinten doch es schien ihr nicht aufzufallen.

 

Nach diesem unerfreulichen Besuch gingen wir alle unseren eigenen Beschäftigungen nach. Anakis verschwand noch einmal ins Bett und Victor begann an einer neuen Erfindung für die Bühne zu basteln. Eine Bühnenrauchbombe. Ich zog mich mit der Zeitung von gestern in meine Leseecke zurück und suchte dort nach Mysteriösen Berichten und interessanten Dingen die Verkauft wurden. Ich las von einer Bücherversteigerung in der Bücherstadt, in der es sehr seltene Stücke zu geben schien und einem Kongress der bald in der Akademie stattfinden sollte. Ein Kommentar von einem Leser erregte besondere Aufmerksamkeit. Er prangerte an, dass er in der Stadt der Diebe seltsame Schreie hören würde und herum wankende Gestalten beobachtet hätte, die sich auf einmal auflösen würden. Dies sei in der Straße des gefallenen Reiters geschehen. Diese hat ihren Namen wohl von einem Mythos von einem Reiter, der durch die Straßen galoppiert.  

 

Beatrice brach währenddessen zu ihrem Spaziergang zum Hafen auf.  Auf der Straße waren zu dieser Zeit relativ wenige Leute unterwegs. Diese waren allerdings schlecht gelaunt, beschwerten sich über den Rückgang des Weins. Sie entdeckte viele erbärmliche Gestalten, Prostitution und abgemagerte Menschen und fühlte sich alles andere als besser. Das Hafenviertel ist ein tristes Viertel, an den Häusern hängen viele Plakate, die Leute anwerben und ihnen große Gewinne versprechen. Lügen von Reichtum und Hoffnung. 

 

Auf dem Rückweg hörte sie sich in einem befreundeten Theater um. Eine Puppenspielerin. Sie fragte, ob sich die Kirche auch bei ihnen gemeldet habe. Sie tauschten sich darüber aus, dass die Kirche tatsächlich vor kurzem für Furore gesorgt habe, sie hätte in einem Hinterhof Etablissement Arbeiter schikaniert und durchsucht und die Gäste würden seitdem fern bleiben. Sie riet Beatrice uns vorsichtig zu verhalten, niemand Fremdem zu trauen und auf Spitzel zu achten. 

 

Ich hatte mich währenddessen in mein Labor zurückgezogen um den kleinen Kristallsplitter zu untersuchen, den Daevas eingesteckt hatte. Ich konnte allerdings nichts außergewöhnliches an ihm feststellen. Es war ein normaler Kristall, den es überall für wenig Geld zu kaufen gab. Außerdem untersuchte ich meinen kaputt gegangen Spiegel. Nur eine Hälfte schien noch heil zu sein und ich beschloss ihn zu einem Händler in Reparatur zu bringen. (Ich bin noch gar nicht sicher ob ich möchte, dass du ihn wieder bekommst... )

 

Wir fanden alle wieder zusammen, tauschten uns aus und diskutierten über weiteres Vorgehen. Vielleicht könnten wir die Kirche für das fehlende Wasser verantwortlich machen? Evtl wäre es möglich sich zu verkleiden und sich in die Kirche einzuschleusen. Außerdem könnten wir versuchen Briefe zu fälschen... 

 

Während wir redeten machte sich Ana daran Kaffee zu kochen und erstaunlicherweise schien dies sehr viel besser zu funktionieren als das Frühstück zu machen. Der Kaffee war einfach perfekt nur leider wurde Daevas davon so dermaßen hibbelig, dass ich kurzzeitig dir Kontrolle über ihn verlor (Na endlich wieder!) Er redete Pausenlos und nervte mich und zu allem Unglück kam nun auch noch Flora ins Theater. Gut gelaunt und singend, mit einem Korb im Arm. (na holla!)  Sie erzählte uns sie habe gerade ihren alten Freund und Lehrmeister Mr Rundle getroffen. Er hätte wohl eine Stelle im Museum ergattert und brauchte und nun unsere Hilfe. Wir beschlossen uns dies mal anzuschauen und versprachen heute noch aufzubrechen. Doch leider nutzte der immer noch hibbelige Daevas nun  seine Chance... (was heißt hier leider! Du musst zugeben, sie sieht auch einfach umwerfend aus, seufz) Er begann die arme Flora anzubaggern (mit meinem unglaublichen Charme) ...  bot ihr seine Hilfe an und versuchte sie zu überreden mit auf ihr Zimmer zu kommen (hätte fast funktioniert!) , zu allem Unglück (Glück) verschüttete er dann auch noch Kaffee auf ihre Bluse, auf eine sehr (vorteilhafte) unvorteilhafte Stelle und „putzte“ den Fleck sogleich weg wobei sich ein paar ihre Knöpfe öffneten und sich Löcher bildeten. Verdammt und das alles mit meinem Körper!... Ich werde nun so einiges zu erklären haben.  (Ach komm so schlimm war das doch nicht, sie ist nur geflüchtet... unverständlicherweise) Seufz... dieser Dämon.... 

 

Im Museum

 Um die Mittagszeit herum machten wir uns dann schließlich auf zum Museum. Ich machte noch eben einen Abstecher ins Antiquitätengeschäft, brachte meinen Spiegel zur Reparatur und ergatterte noch 2 Zauberstäbe. 

 

Das Museum verströmt einen alten Glanz aus wohlhabenden Zeiten, besitzt viele elegante Säulen und ist ein sehr schöner Ort. Doch war es hier auffallend leer. Nur etwa 20-30 Mäntel hingen an der großen Garderobe und alle Mitarbeiter schienen sich unwohl zu fühlen. Sie begrüßten uns überschwänglich und führten uns in das Büro von Mr Rundle im 4. Stock. Außerdem bekamen wir noch eine Broschüre zugesteckt. Die riesige Treppe führte uns nach oben. Wir kamen vorbei ein Büros der Kuratoren und einer Ausstellung über Wüsten. In Mr Rundles Büro setzten wir uns und er bot uns einen Tee an bevor er erzählte: Im Museum würde gerade etwas umgestellt werden. Neue Ausstellungen wären geplant und mehr Ordnung solle hergestellt werden. Viel Arbeit wurde investiert doch nur durch ein paar alte Freunde und Gönner können sie sich zur Zeit über Wasser halten. Vor kurzem wurden ein paar dieser Gönner in die neue Ausstellung im 5. Stock eingeladen um Werbung zu machen. Diese handelt von Artefakten aus aller Welt. Je mehr Mr Rundle uns erzählte desto nervöser schien er zu werden. 

 

Er sah müde aus und voller Sorgen. Er erzählte die Feier sei erst wunderbar verlaufen und ein voller Erfolg gewesen doch gegen Ende war es zu einem Vorfall gekommen. Mrs Rosewall, eine der Gönnerinnen sei ohnmächtig geworden und keiner konnte sagen, was mit ihr passiert sei. Sie wurde von ihrem Mann nach Hause getragen, damit keine Gerüchte aufkommen. Die Heiler hatten allerdings nichts herausfinden können. Mrs Rosewall selbst sei nicht ansprechbar. 

 

Wir versprachen den Fall zu übernehmen und fragten, ob er uns in den Ausstellungsraum führen könne. Die Ausstellung ist für Besucher noch verschlossen doch Mr Runde gewährte uns Zutritt. Alles war sehr prunkvoll eingerichtet. Marmorboden. Holzvertäfelung, Bronzelampen und viele verschiedene Ausstellungsstücke aus aller Welt empfingen uns. So etwas hatten wir noch nie zuvor gesehen und wir schauten uns begeistert um. Alles war voller Gemälde, Tönernen Gefäßen, Alltagsgegenstände... einige Räume weiter gelangten wir in einen quadratischen Raum. Eine der Wände wurde von einem gigantischen Bild angenommen. Es sah der sehr alt aus.

 

Das Bild wurde umrahmt von dunklem Holz. Man sah eine etwas wilde Küste an einem windigen Tag. Auf dem Meer erkannte man viele kleine Schaumkronen an der Küste. Ein kleines Dörfchen mit etwa zwei Dutzend Häuser war zu sehen. Es befand sich direkt am Ufer. Rund um das Dorf lagen einige Felder und Trampelpfade aber man konnte keine richtige Straße erkennen.  Einige Leute bei der Arbeit ließen sich erahnen, ebenso ein paar Ziegen und ähnliche Feldtiere. Einige hundert Meter entfernt befanden sich einige Wälder und hohes Gras. 

 

Daevas, der an diesem Tag wohl seine Liebe zur Kunst entdeckte, wollte sich dieses Bild gerne aus der Nähe ansehen. Als ich davor stand wirkte es sogar noch beeindruckender und zog mich völlig in seinen Bann. Auf einmal kam es mir vor als stünde ich wirklich dort, alles um mich herum wurde ausgeblendet. Auch Ana, die von meinen begeisterten Aussagen angelockt wurde sah sich das Bild nun aus der Nähe an und es schien ihr gleich zu gehen wie mir. Sie meinte Gestalten zu erkennen, die sehr lebendig wirkten und sich beinahe zu bewegen schienen. Immer mehr Details vielen uns auf, je länger wir das Bild anschauten (Ein wirklich außergewöhnliches Stück). Mr Rundles Stimme holte uns wieder in die Wirklichkeit zurück. Er erzählte dass Mrs Rosewall auf dem Sofa vor dem Bild gelegen hatte. Er vermutet dass sie vielleicht auch hier hingelegt worden sein könnte. Sie hatte aber keine Verletzungen. Als hinter uns Schritte zu hören waren blickte er sich erbost um. Auf Nachfrage erzählte er, er habe schon sei 1-2 Tagen Ärger mit den mit seinen Mitarbeitern. Sie sein faul und würden ihren Job nicht richtig machen. Vorher sei alles in Ordnung gewesen.  

 

Um mit der Untersuchung zu beginnen überredeten wir ihn schließlich uns alleine zu lassen und Beatrice ließ ihren Charme spielen und luchste ihm auch noch seinen zweiten Schlüsselbund ab (Natürlich werden wir diesen niemals missbrauchen) außerdem stellte er uns ein Büro zur Verfügung in dem wir auch übernachten könnten. Essen gäbe es noch in der Kantine. 

 

Als der Direktor gegangen war lugte auf einmal ein Mann um die Ecke und blickte uns seltsam an. Auf unser Fragen erzählte er uns, dass er Billy hieße und ein Arbeiter im Museum ist. Beatrice schmeichelte auch ihm und so erzählte er uns schließlich, dass zur Zeit alle unzufrieden sein und der Direktor sie ziemlich ausnutze. Sie würden bis in die Nacht schuften, müssen schwere Statuen transportieren. Alles sei früher angenehmer gewesen, als der alte Direktor noch lebte. Nun würde alles umgestellt werden. Beatrice fragte ihn ob er etwas über den Vorfall mir Mrs Rosewall wisse. Daraufhin wirkte Billy auf einmal sehr ängstlich und berichtete, dass dies nicht der 1. Vorfall dieser Art gewesen sei. Etwa vor 4-5 Tagen wären sie angewiesen worden nachts den Flügel umzubauen. Sie wurden sogar bestochen. Des nachts sei es hier sehr eigenartig und unangenehm und alle hätten ein seltsames Gefühl gehabt.  Einer der Kollegen  - Jason Silberzahn - war an diesem Abend auch bewusstlos vor diesem Bild gefunden worden und sei seither nicht mehr ansprechbar....

 

Fortsetzung folgt...

 

 

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