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Pen and Paper Arkovia: Die verschwundene Verlobte IV

Eskalation

Unsere bösen Vorahnungen wurden leider bestätigt. Elmara schien definitiv zu lügen und uns täuschen zu wollen. Weitere Fragen beantwortete sie ausweichend und unklar. Langsam wurde auch der Priester misstrauisch. Ich beschloss Elmara auf die Probe zu stellen und ließ sie kurz in Daevas Augen blicken. Darauf reagierte sie alles andere als freundlich. Sie fletschte die Zähne, blickte uns hasserfüllt an. Wir alle befanden uns nun in höchster Alarmbereitschaft "Du bist eine von ihnen" zischte sie nur und zog ein schwarzes Messer (Na da scheint mich ja jemand zu hassen ) Dann ging alles sehr schnell. Zum Glück war Ana sofort zur Stelle, stellte sich schützend vor mich, sodass ich mich auf Abstand bringen konnte, Viktor verwandelte sich in einen Braunbären, griff sie als erster an und biss ihr in den Arm. Elmara schrie auf, die Kerzen erloschen und Elmara verwandelte sich auf einmal in eine dunkle Rauchwolke, tauchte einige Meter entfernt wieder auf. Auch der Priester begann sich nun zu wehren, schickte eine Lichtkugel in Elmaras Richtung, die diese streifte. Talador beobachtete die Situation völlig perplex. Ich zögerte noch mit meinen Angriffen knurrte sie an sie solle uns verraten wer zum Teufel sie sei , bekam aber nur ein "Du Ausgeburt der Hölle" an den Kopf geworfen (danke, aber das ist mir nicht neu) Ana griff sie nun auch an, erwischte sie. Daraufhin verschwamm Elmara und teilte sich. Auf einmal standen 4 Elmaras im Raum von denen eine Ana und eine Viktor angriff. Der Priester bereitete wieder einen Zauber vor und ich suchte weiter nach einem möglichen Ausweg, zögerte noch immer anzugreifen. Ich entsann mich der alten Worte, die Daevas vorhin gemurmelt hatte und die beim Ritual auf dem Boden gestanden hatten. Ich beschloss diese noch einmal zu sagen, schließlich hatten sie mir einen Blick auf diese fremdartige Welt beschert, die vielleicht etwas mit diesem Wesen das Elmara zu sein schien zu tun hatte.

 

Tatsächlich geschah etwas. Als ich die Worte abermals murmelte zog etwas stark an meiner Magie, ich fühlte wie ich aus dem Tempel gezogen wurde, die Umrisse begannen zu verschwimmen und ich wusste ich könne noch eine Person mit mir nehmen. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, doch nachdem ich einige Augenblicke mit mir rang entschloss ich mich Talador zu retten, mit der lieben Elmara wollte ich nicht unbedingt alleine in einer fremden Welt festsitzen. Diese blickte uns völlig entsetzt an als wir auf einmal verschwanden...

 

Die Chance nutzten Ana und Viktor und griffen Elmara wieder an. Nachdem sie weitere schwere Verletzungen davontrug begann sie auf einmal zu singen und ein schreckliches Lied erfüllte den Tempel. Verzerrte und unnatürliche Töne. Die Blutlache floss  um sie herum und bildete seltsame Symbole und Gebilde. Anas nächster Angriff schlug fehl doch Viktor schaffte es sie wieder zu verletzen. Elmara schien aufgeben zu wollen und war dem Tode nahe nachdem Ana sie noch einmal angriff. Inzwischen war nicht mehr viel menschliches an ihr, sie knurrte die beiden an und verschwand auf einmal. Das Blut um sie herum schien zu kochen.

 

Die fremde Welt

Währenddessen waren ich und Talador auf einem großen, schneebedeckten Platz gelandet. Um uns herum, alte zerfallene Gebäude aus Stein. Der Ort aus der Vision . Daevas schrie auf einmal auf, schien  große Schmerzen zu haben (verdammt kannst du endlich aufhören uns in Schwierigkeiten zu bringen?) Auch ich fühlte mich hier nicht wohl, doch die Neugierde siegte und trieb mich an, alles genau in Augenschein zu nehmen. Schließlich mussten wir hier ja auch wieder herauskommen... Talador war ebenfalls alles andere als erfreut (Der sollte sich lieber Bedanken, hast ihn schließlich vor seiner bösen Ex gerettet) Mit dem leidenden Daevas und dem verstörten Talador im Schlepptau machte ich mich also auf die Gegend abzusuchen. Wir kamen vorbei an hohen Gebäuden und Ruinen, zum Teil waren einige Gebäude noch erhalten. Da es bitterkalt und windig war beschlossen wir erst einmal in einem der Gebäude Schutz zu suchen.  Ich zog den armen Talador stolpernd hinter mir her während ich mich mit Daevas stritt, der mir noch immer Vorwürfe machte (Berechtigte!)  Bald waren wir durch den Schnee völlig durchnässt. In der Ferne erkannte ich ein größeres Gebäude mit Türmen. Ein plötzliches Gefühl der Trauer und der Vergänglichkeit überkam mich, als ich es anblickte. Was war an diesem Ort geschehen?

 

Schließlich erreichten wir ein quadratisches Gebäude in dem wir Schutz suchen konnte. Ein steinerner Raum mit Säulen, teilen zerstörter Einrichtung, immer noch viel Schnee aber nichts verwertbares. Um ihn abzulenken drückte ich Talador eins meiner Bücher in die Hand während ich durch einen Zauber ein paar Steine erhitzte, damit sie uns zumindest die Hände wärmen konnten. Verfluchte Kälte.

 

Um etwas über das Haus herauszufinden bereitete ich einen Ritualzauber vor und berührte die Steine schließlich. Sofort überkam mich wieder das Gefühl des Verlusts, welches diesmal jedoch nichts mit Trauer zu tun hatte. Eher mit einer Edlen Tat, die jemand verbracht hatte. Ich hatte ein Daja Vu  als ich die runde Bauweise der Kuppel in Augenschein nahm, doch mir wollte kein bestimmtes Gebäude in den Sinn kommen.

 

Nachdem wir hier jedoch nichts fanden, das uns auf dem Weg nach einem Ausgang weiterhalf beschlossen wir unseren Weg durch die verlassene Stadt doch fortzusetzen. Der Weg durch die Straßen erschien uns beinahe unendlich, ein paar Mal war ich kurz davor einfach aufzugeben und mich erschöpft in den Schnee fallen zu lassen. Doch den Göttern sei Dank meldete sich auf einmal mein Spiegel und dankbar nahm ich ihn aus der Tasche. Er zeigte uns durch den Nebel ein schwaches Abbilds eines Tempels. Hoffentlich unser Ausweg aus dieser Welt. Der Zauber kostete mich viel Kraft und nur mit Mühe schaffte ich es auch diesmal Talador mit mir zu nehmen.

 

Die Welt um uns verwandelte sich, die Gebäude wurden vom Schnee befreit, man hörte dumpfe Geräusche, wir sahen einen Tempel in dem verschiedene Personen um eine Statue herum standen und sich unterhielten. Auch dieses Bild verschwamm und auf einmal tauchten wir in einem kleinen Tempel in Arkovia auf in dem gerade eine Zeremonie stattfand. Ein Priester holte gerade einen Kelch hervor, ein anderer hielt eine Messe und laß einen Psalm vor. Wir waren wieder zu Hause! Ich war so überglücklich, dass ich dem völlig verdutzten Priester glatt um den Hals fiel und ihm einen Kuss aufdrückte (vermutlich der erste seines Lebens ) In meiner Euphorie erlaubte ich mir auch noch einen Scherz mit der verwirrten Priesterschaft und behauptete wir seien Engel und Propheten aus einer anderen Welt. Nun leider schlug ihre anfängliche Ehrfurcht dann doch schnell in Ärger um und so  machte ich mich doch lieber aus dem Staub, setzte letzte Kraftreserven ein und hielt eine Kutsche an, die uns zurück zum Friedhof bringen sollte. In der Kutsche stellte ich fest dass mein Spiegel leider sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde, er hatte Risse und die Schatulle war stark beschädigt. Ich hoffe ich kann ihn irgendwie reparieren lassen.

 

Als wir schließlich den Friedhof erreicht hatten, musste ich mich auf Talador abstützen um überhaupt noch laufen zu können und als wir schließlich die Totenhalle erreichten, in der die anderen inzwischen die Leiche des Toten Priesters entdeckt hatten, brach ich erschöpft zusammen.  Anas Medizinkenntnisse halfen mir da leider auch nicht, sie steckte mir Käse in die Nase (oder was auch immer das gewesen ist...) dies ließ mich aber immerhin aufschrecken. Inzwischen war auch ein anderer Priester dazugekommen, dem Ana und Viktor alles berichteten und ihn fragten was es mit der ganzen Sache auf sich habe. Er erzählte er hätte noch nie von so einer Sache gehört, war sehr geschockt über meine Erzählungen über die andere Welt. Er schrieb sich alles genau auf und schlug vor, dass wir ihn in ein paar Tagen noch einmal aufsuchen.  Also trug mich Ana schließlich zur Kutsche, die uns nach Hause bringen sollte. Viktor beschloss diesmal lieber zu laufen und damit ging ein sehr aufregender Tag zu Ende.

 

Zurück im Theater

Um kurz nach Mitternacht trafen wir schließlich völlig erschöpft, schmutzig  und mit Kopfschmerzen wieder im Theater ein. Draußen regnete es und bis auf Tamara und Zane, die sich an der Bar unterhielten, waren alle schon zu Bett gegangen. Zwischen ihnen eine beinahe leere Weinflasche stehend, unterhielten sich die beiden, schauten aber geschockt auf als sie uns und unseren mitgenommenen Zustand bemerkten. Sofort eilte mir Tamara zu Hilfe und bat uns etwas zu trinken an (Aber du musstest ja mal wieder ablehnen... Langweilerin) Sie fragte wie unsere Suche verlaufen sei und wir berichteten ihr von unserem Tag.

 

 

Danach diskutierten wir über ein neues Stück, das wir in nächster Zeit vorbereiten wollen. Es soll etwas gegen die Kirche werden, da sind wir uns alles einig, Doch wir beschlossen uns nun erst einmal unseren Wohl verdienten Schlaf zu holen. Angezogen wie ich war warf ich mich auch sofort aufs Bett, das voller Bücher und voller Steinform Fluff war. Das prasseln des Regens wiegte uns alle sanft in den Schlaf und endlich kehrte Ruhe ein. Sogar Victor schaffte es sich ganz leise ins Bett zu schleichen, ohne seine schlafende Frau zu wecken.  ( Glück gehabt)

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