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Pen and Paper Charaktervorstellung: Elodie Aluinn

Eines meiner liebsten Hobbys ist das Pen & Paper spielen. Wer es nicht kennt bekommt hier eine kleine Erläuterung, wobei es dabei geht: Es gibt verschiedene Spielsysteme, mit welchen man spielen kann. In unserem Falle ist dies die 5. Edition von D&D. Mithilfe des Regelwerks erstellt man sich einen Charakter, dabei hat man die Auswahl zwischen vielen verschiedenen Klassen und Rassen, alle mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Die Eigenschaften und Hintergrundgeschichte des Charakters lassen sich frei bestimmen. Man verteilt eine bestimmte Anzahl von Attributspunkten auf den Charakter um so z.B. seine Stärke, sein Charisma oder seine Konstitution zu ermitteln. Je nachdem wie gut der Charakter bei einem Attribut ist bekommt man einen bestimmten Wert zugeteilt, den man später zu seinem Würfelergebnis addieren kann. Apropos Würfeln: Dies spielt eine sehr wichtige Rolle beim Pen and Paper. Auf viele Aktionen, die man ausführen möchte und vor allem auch beim Kämpfen wird (meist mit einem 20 seitigen Würfel ) gewürfelt. In unserem System gilt: je näher der Wert an der 20 ist, desto wahrscheinlicher ist die Chance, dass die Aktion Erfolg hat. 

 

Jedes Abenteuer benötigt einen Spielleiter der die Geschichte kennt oder sie sich wie in unserem Fall ausgedacht hat. Er erzählt den Spielern was geschieht, spricht Nebencharaktere und lotst die Spieler durch die Quests. Die Spieler wiederum reagieren als ihr Charakter auf die Geschehnisse, können dem Spielleiter jederzeit fragen stellen (z.B. was sie um sich herum sehen ) und Aktionen ausführen auf die gewürfelt wird. 

 

Wer von euch auch gerne spielt, weiß sicherlich wie viel Spaß es macht, dabei in fremde Welten abzutauschen und einmal jemand Anderes zu sein.

 

Zusammen mit meiner Gruppe spiele ich am liebsten in unserer Welt "Arkovia",  bei deren Gestaltung wir mit Freuden mitgeholfen haben und unseren Spielleiter Joachim mit vielen Ideen gefüttert haben. Seit einem Jahr sind wir nun dabei dort unsere Abenteuer zu erleben und es ist schon einiges aufregende geschehen, von dem ich euch hier gerne in einer Art Abenteuer-Tagebuch berichten möchte.  Dazu möchte ich euch aber erst meinen Hauptcharakter vorstellen. Elodie Aluinn, eine Zauberin.

Mein Name ist Elodie Aluinn. Ich bin eine junge Zauberin aus Arkovia. Ich habe langes, dunkelrotes Haar, das mir in Wellen bis weit über die Schulter fällt, ein Ovales Gesicht mit Stubsnase und blaue Augen. In meiner Begleitung sieht man meistens ein verfressenes Elementar Katzenwesen, namens Feuerfluff. Kurz Fluff genannt. Ich gebe zu, Fluff hat es nicht leicht bei mir, da ich sie(oftmals unabsichtlich ) in Situationen bringe, die sie nicht besonders mag. Nun gut,  manchmal ärger ich sie auch mit voller Absicht,sie kann dann nämlich eine ziemlich effektive Waffe werden, wenn man sie auf Gegner wirft... Aber keine Angst, als quasi unsterbliches Elementar kann sie dies ab. Nur wird sie es mir fürchte ich irgendwann übelnehmen. 

 

Ich bin ein großer Bücherwurm und fühle mich in Bibliotheken so wohl wie ein Fisch im Wasser. Wenn ein Buch meine Aufmerksamkeit erweckt komme ich nur schwer davon los, verbringe viele Stunden damit zu lesen und zu forschen.Leider bin ich jedoch auch ein ziemlicher Adrenalinjunkie, dessen Neugier manchmal größer ist als die Vernunft... Aber dazu später mehr. 

 

Ich besuchte viele Jahre die Akademie von Arkovia und  derzeit lebe ich versteckt im Theater meines guten Freundes, was meine Liebe zur Schauspielerei weckte. Dort habe ich mich außerdem einer Rebellengruppe angeschlossen, welche das Theater als Treffpunkt und Unterschlupf nutzt. In meiner Kindheit reiste ich mit meinem Vater Balduin als fahrende Händler durch die Lande. Auf diesen Reisen gab ich des Öfteren kleinere Auftritte und verdiente uns  mit kleineren Zaubertricks etwas Geld dazu. Als meine Kräfte stärker wurden ging ich auf die Akademie der Stadt Arkovia, während sich mein Vater dort ein Haus mit eigenem Laden kaufte und sich dort niederließ. Er heiratete neu (meine leibliche Mutter kannte ich leider nicht sehr lange, da sie verschwand. Mein Vater erzählt mir, sie sei wohl Tod) und bekam mit seiner Frau der Bäckerin Amanda zwei Kinder, die Zwillinge Helge und Hannes. Zu meiner Familie habe ich guten Kontakt, wobei es mit Helge manchmal Streit gibt. 

 

Apropos Streit... Diesen führe ich auch gerne mal mit mir selbst... bzw. mit einem Teil meiner selbst, den ich nicht unbedingt freiwillig in mir habe und von dem ich nicht weiß woher er kommt. Und den ich ziemlich oft gerne los wäre... 

 

Ich bekam nie etwas von einer zweiten Persönlichkeit mit. Zwar hatte ich als Kind ein paar seltsame Wahrnehmungen, jedoch schob ich diese auf meine Magie, die langsam zum leben erwachte. 

Als ich später auf die Akademie kam lebte ich mich gut ein, gewann neue Freunde und lernte mit meiner Magie umzugehen. Ich war nicht unbeliebt, unterhielt mich gerne mit meinen Kommilitonen und genoss die Zeit in den Hallen der Magie sehr. Nach einiger Zeit kamen jedoch die Alpträume und schreckliche Kopfschmerzen begannen mich zu plagen, die ich mir einfach nicht erklären konnte. Die Heiler der Akademie, die ich daraufhin besuchte versuchten mich zu beruhigen und schrieben diese Zustände den starken Magischen Feldern und meinen raschen Fortschritten in den arkanen Künsten zu. 

 

Doch dies trug nicht dazu bei mich zu beruhigen, denn einige Zeit später erkannte ich in den Schreien in meinem Kopf Worte und schließlich ein Bewusstsein, welches mit mir zu reden begann und auf meine Fragen und Ängste reagierte. Verstört verkroch ich mich in diesen Monaten der Verwirrtheit immer wieder, zog mich vor anderen zurück und wurde von meinen Mitschülern gehänselt, da ihnen auffiel, dass ich oft mit mir selbst redete. Nur eine Freundin blieb mir. Clara, ein recht schüchternes Mädchen, das mir zur Seite stand, mich nicht verurteilte und sich mit mir viele Stunden lang in die Bibliothek der Akademie zurückzog um unserer Leidenschaft den Büchern nachzugehen. 

 

Währenddessen schien sich die Stimme in meinem Kopf an immer mehr zu erinnern und stellte sich mir schließlich als Daevas vor. 

 

Die Anfeindungen der anderen Schüler und Daevas brachten mich jedoch dazu. immer wieder die Regeln der Akademie zu verletzen. Ich war an vielen Tagen übellaunig und hatte das Gefühl durch Daevas fremdbestimmt zu sein. Dieser flüsterte mir immer wieder Dinge ein, brachte mich dazu verbotenes zu tun um mich über dieses Gefühl des Kontrollverlusts hinwegzusetzen und mir zu beweisen, dass ich noch einen eigenen Willen und mein Schicksal selbst in der Hand hatte. Dadurch wurde ich leider irgendwann der Akademie verwiesen und zog bei meiner Familie ein. 

 

Eigentlich bin ich ein vernünftiger Mensch, doch auch heutzutage lässt mich der Nervenkitzel des Fremden und auch gefährlichen nicht los, ich fühle mich dann freier und bin von meiner Situation abgelenkt. Daevas scheint zufriedener zu sein und ruhiger zu sein.  Beispielsweise liebe ich das Klettern auf die Dächer Arkovias, beobachte von dort gerne die Umgebung und die Menschen und genieße die Stille dort oben. Ich habe dazu ein Versteck in einem alten verlassenen Haus, welches von den meisten Menschen gemieden wird, da es eine seltsame Stimmung der Melancholie verbreitet. Ich jedoch liebe diese Stimmung und bin neugierig die Geschichte dieses Hauses zu erfahren, in dem es zu Spuken scheint.  

 

Im Theater verbringe ich jedoch die meiste Zeit und bin dort mittlerweile auch eingezogen. Ich sehe mir die Vorstellungen an oder stehe auch sehr gerne selbst auf der Bühne, da mir das Schauspielern sehr viel Spaß bereitet. Dadurch, dass sich meine Stimme und mein ganzes Auftreten verändert, sollte Daevas kurzzeitig die Kontrolle über mich gewissen, gelingt mir dies gut. In einem Teil des Theaters habe ich mir eine Bibliothek und ein Labor eingerichtet, in welchem ich Seelenwesen erforsche und viele Bücher und Geschichten dazu gesammelt habe. Mich interessieren Fälle wie meine, in welcher eine fremde Seele Besitz von einem Menschen ergriffen hat und dieser nun zwei Seelen besitzt. Auch Fälle von Seelenverwandschaft und alte Sagen und Mythen zu diesen Themen interessieren mich sehr und ich bin ständig auf der suche nach neuen Büchern und Aufzeichnungen. 

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