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Buchrezensionen: Der Weg der Könige (Die Sturmlicht-Chroniken 1) - Brandon Sanderson

Der Weg der Könige (Die Sturmlicht-Chroniken 1)

 

Meinen ersten Blogeintrag und meine allererste Rezension möchte ich mit meiner Lieblingsbuchreihe beginnen. Genauer mit dem 1. Teil. Der Weg der Könige  aus den  Sturmlicht-Chroniken

 

Inhalt:

Das Buch spielt in der Welt Roschar, eine Welt in der es riesige, gefährliche Stürme gibt, die über die Lande ziehen und an welche sich die Menschen anpassen mussten. Einst wurde sie von mächtigen Kriegern mit magischen Schwertern beherrscht, die allerdings verschwunden sind. Es herrscht Krieg, nachdem der ehemalige Großkönig vom geheimnisvollen Volk der Parschendi ermordet wurde. Sein von Visionen geplagter Bruder Dalinar versucht dessen Geheimnissen auf den Grund zu gehen und dabei das zerfallene Königreich wieder zu vereinen und vor dem Untergang zu bewahren.

 

Auch Kaladin und Schallan müssen sich in dieser Welt behaupten. Während die junge Adlige Schallan sich auf eine gefährliche Mission in die Stadt Kharbranth wagt, muss Kaladin gegen die Widerlichkeiten im Sklavenlager kämpfen und versucht seinem schrecklichen Schicksal zu entkommen.   

 

Erzählt wird aus der Perspektive unterschiedlicher Hauptpersonen, außerdem werden in kurzen Zwischenspielen jeweils Nebencharaktere oder Personen aus anderen Städten/Ländern behandelt.

 

Meinung:

Schon nach wenigen Seiten zog mich das Buch total in seinen Bann. Die Welt sprudelt über vor kreativen und neuen Ideen, ohne dabei unrealistisch zu wirken. Die Fantasy Elemente wurden sehr glaubhaft in die Welt eingebunden, sodass sie einem völlig normal erscheinen und in der Welt Sinn ergeben, auch wenn manche davon auf den ersten Blick absurd zu sein scheinen. Auch finde ich es gut, dass Magie nicht übermäßig sondern nur in Maßen eingesetzt wird. Es ist etwas Besonderes und man braucht dazu auch bestimmte Hilfsmittel. Zum Beispiel gibt es magische Schwerter und Rüstungen, die allerdings so selten sind, dass es etwas sehr besonderes ist, sie zu besitzen und die dem Träger somit einen besonderen Status verleihen.

 

Sanderson machte sich außerdem detaillierte Gedanken über das Glaubenssystem und die Götter und Legenden, lässt diese in die Geschichte mit einfließen. Erst nach und nach erfährt man mehr über die Charaktere und manche Enthüllung kommt so plötzlich und unerwartet, dass man schreien könnte und wie gebannt auf die Seiten starrt und nicht mehr aufhören kann weiterzulesen, da man schwer glauben kann was gerade passiert. Auch gibt es gerade bei Schallan einige Momente, die einem eine Gänsehaut über den Rücken jagen und einem einen Vorgeschmack darauf geben, dass diese Welt keinesfalls nur gut und lieb ist. Auch Kaladin muss dies sehr schnell merken und seine Geschichte enthält Szenen die definitiv unter die Haut gehen, einen Mitleiden und in Tränen ausbrechen lassen. Kein Charakter ist das was er anfangs zu sein scheint und jeder hat eine für mich glaubhafte Motivation für das was er tut.

 

Absolut liebenswert und herzerweichend finde ich die Sprengsel, kleine Wesen, von denen es unendlich viele Arten gibt (Feuersprengsel, Wassersprengsel, Luftsprengsel, Angstsprengsel etc.) Sie erscheinen zum Beispiel bei dem Menschen mit entsprechender Emotion, tummeln sich in Pfützen, tanzen im Feuer oder fliegen mit dem Wind. Man möchte sie knuddeln (falls das denn ginge) Man fragt sich bei ihnen willkürlich, was denn hinter ihnen stecken wird, was der Grund für ihre Existenz ist.

 

Die Zwischenspiele geben einem eine gute Möglichkeit mehr von der Welt zu erfahren und schaffen es sie damit auch "groß" erscheinen zu lassen. Man hat wirklich das Gefühl, dass es sich um eine riesige, durchdachte Welt mit vielen verschiedenen Kulturen und Bräuchen handelt.

 

Fazit:

Alles in allem ist der Weg der Könige ein sehr gelungener Reihenauftakt der Lust auf mehr macht und einen in die Welt und seine Charaktere zieht. Man lacht, man weint, man leidet mit und ich habe mit Freude jede Seite umgeblättert. Selbst Kriegsszenen und Politik, was ich normalerweise nicht so spannend finde, haben mich in diesem Buch wenig gestört und sind spannend gehalten. Man merkt, dass viel Liebe und Herzblut in diesem Buch steckt. Die Charaktere sind klasse und man möchte zu jedem mehr erfahren und seine Geheimnisse ergründen. Besonders angetan bin ich von Schallan und Kaladin (und natürlich Syl, die einfach so niedlich und frech ist )

 

Was ich außerdem klasse finde, sind die zahlreichen Illustrationen, die in dem Buch zu finden sind. Sie helfen dabei, sich alles besser vorzustellen.

 

Bewertung:


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Kommentare: 1
  • #1

    Nino (Samstag, 02 Februar 2019 09:31)

    Das klingt sehr toll, ich habe schon lange kein Fantasy mehr gelesen da ich nichts finde das mich anspricht und da leider meine Inspiration für meine eigenen Bücher. Klingt für mich als wäre das mal wieder etwas lesenswertes ;)
    Danke für die eindrückliche Zusammenfassung